22.10.2017
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Seminarschule

Die Staatliche Berufsschule III Bamberg ist eine Seminarschule mit zwei Fachseminaren für die berufliche Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften.

Die Befähigung für das Lehramt an beruflichen Schulen kann

  • durch ein Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen in den verschiedenen Fachrichtungen bzw. einem Studium der Wirtschaftspädagogik
  • sowie darauf aufbauend durch einen zweijährigen Vorbereitungsdienst (Referendariat) für das Lehramt an beruflichen Schulen mit anschließender erfolgreicher Ablegung der Zweiten Staatsprüfung erworben werden.

Während das erste Ausbildungsjahr im Rahmen des Vorbereitungsdienstes an der jeweiligen Seminarschule abgeleistet wird, damit auch an unserer Schule, findet die Ausbildung im zweiten Ausbildungsjahr an einer Einsatzschule statt. Die Berufsschule III in Bamberg kann auch Einsatzschule sein, die Referendare werden dann nicht von einem Seminarlehrer, sondern von einem Betreuungslehrer unterstützt.

Absolventen des Studiengangs Wirtschaftspädagogik -mit oder ohne Zweitfach-  bietet sich nach dem Zweiten Staatsexamen ein breites Einsatzfeld. Neben der Berufsschule als Schwerpunkt des beruflichen Schulsystems  können Sie an Wirtschaftsschulen (mittlerer Schulabschluss), Berufsfachschulen, Fachschulen, Fachakademien (berufsqualifizierende Bildungsabschlüsse) sowie an Fachoberschulen (Fachholschulreife) und Berufsoberschulen (fachgebundene/allgemeine  Hochschulreife) unterrichten.

An der Seminarschule werden die Studienreferendare durch die Fachseminare in die Schulpraxis eingeführt und in ihren Fachrichtungen und Fächern methodisch und unterrichtspraktisch angeleitet. Unterrichtskompetenz erwerben die Referendare an der Seminarschule durch folgende Ausbildungsformen:

  • Hörstunden in den eigenen Fächern (Hierzu zählen Fächer wie Allgemeine Wirtschaftslehrer, Kundenorientiertes Verkaufen, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle, Rechnungswesen, Datenverarbeitung u. v. m.
  • Hospitationen in anderen Fächern wie Deutsch, Sozialkunde, Religion oder Englisch, soweit diese nicht Zweitfächer des Referendars sind, sowie an anderen Schularten (Wirtschaftsschulen, Fach- bzw. Berufsoberschulen)
  • Lehrversuche im Anschluss an die Hörstunden und in Anwesenheit des Seminarlehrers sowie anderer Referendare, in denen der Studienreferendar die Möglichkeit wahrnehmen kann, Übung in der Planung, Durchführung und Nachbereitung einer Unterrichtsstunde zu bekommen.
  • Zusammenhängender Unterricht (6 – 10 Wochenstunden) etwa ab dem dritten Ausbildungsmonat; dieser findet in Zusammenarbeit mit dem Seminarlehrer, dem Lehrer für das jeweilige Unterrichtsfach und dem Studienreferendar statt und sollte – soweit möglich – an verschiedenen Schularten des beruflichen Schulwesens erteilt werden.
  • Eigenverantwortlicher Unterricht ab dem zweiten Halbjahr bis zu einem Höchstmaß von 6 Wochenstunden;  hierbei  übernimmt der Studienreferendar unter der Aufsicht des Seminarlehrers die volle Verantwortung für den Unterricht.
  • Fachsitzungen unter der Leitung des Seminarlehrers Wirtschaft in der beruflichen Fachrichtung (mindestens drei Zeitstunden pro Woche freitags) sowie im Zweitfach durch den Seminarlehrer II des jeweiligen Zweitfaches (mindestens 5 Zeitstunden im 14-tätigem Rhythmus);  im Mittelpunkt dieser Seminarveranstaltungen stehen unterrichtsmethodische und fachdidaktische Frage- und Problemstellungen, Unterrichtsanalysen und Nachbesprechungen von Lehrversuchen, Methodik und Didaktik der wirtschaftswissenschaftlichen Fächer sowie der Zweitfächer, das Kennenlernen sowie das Praktizieren modernster Unterrichtsformen wie handlungsorientiertes und selbstorganisiertes Lernen mit den verschiedenen Möglichkeiten der Kompetenzförderung und Unterrichtsdifferenzierung.

Die Berufsschule III in Bamberg ist auch Universitätsschule. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg finden auch Seminarveranstaltungen statt, bei denen die Studenten Einblick in den Ablauf des Referendariats erhalten.  Außerdem werden regelmäßige Projekte und ein intensiver Austausch mit den Referendaren an der Mittelschule gepflegt.

Prüfungsleistungen im Rahmen der Zweiten Staatsprüfung

  • Drei Prüfungslehrproben (bei Zweitfach eine Lehrprobe in diesem Fach)
  • Schriftliche Hausarbeit (Umfang ca. 10 Seiten)
  • Kolloquium (pädagogisch, psychologische Schwerpunkte)
  • Mündliche Prüfung (Didaktik der Fachrichtungen, Schulrecht, Staatsbürgerkunde)
  • Gutachten des Studienseminars über Unterrichtskompetenz, Erzieherische Kompetenz sowie Handlungs- und Sachkompetenz

Näheres zum Vorbereitungsdienst regelt  die Ordnung der Zweiten Staatsprüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen (Lehramtsprüfungsordnung II - LPO II) vom 28. Oktober 2004 sowie die Zulassungs- und Ausbildungsordnung für das Lehramt an beruflichen Schulen (ZALB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. September 1992.

 

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