04.12.2020
Work experience London 2013

Eintrag vom 27.05.2013


Work experience London 2013

Endlich war es soweit, am 31.03.2013 um 08.30 Uhr ging unsere lang ersehnte dreiwöchige Reise nach London los. Mit dem Bus fuhren wir zum Nürnberger Flughafen, um von dort mit einer Zwischenlandung in Düsseldorf nach London Stansted zu fliegen. Wir waren ganz aufgeregt und freuten uns schon auf unseren Flieger. Doch was wir da sahen, schockierte uns ein wenig. Es war nur eine kleine Propellermaschine, die bei jeder Windböe stark geschaukelt hat. In Düsseldorf wurde unsere Hoffnung auf ein größeres Flugzeug wieder zunichte gemacht. Angekommen am Parkplatz des ADC College wurden wir nach und nach von unseren Gasteltern abgeholt. Doch nicht jeder. Zwei von uns mussten 3 Stunden auf die Eltern warten, bis Angela, die Leiterin des Colleges, sie persönlich vor der Tür absetzte. Viele erlebten bereits bei der Ankunft in den Gastfamilien und den anschließenden Abendessen den einen oder anderen Kulturschock.

Am ersten Tag im College lernten wir unsere Lehrer Tom, Mads und July kennen, die uns in der ersten Woche täglich von 9:00 bis 13:00 Uhr unterrichteten. Aufgrund ihrer lustigen Art war der Unterricht sehr lebhaft und unterhaltsam. Am Ende von jedem Schultag gab es ein kleines Konzert, da wir immer singen mussten, wenn wir Deutsch gesprochen hatten. Auf diese Art und Weise lernten wir sehr viel Englisch, da wir alle untereinander Englisch sprechen mussten und dieses Verhalten teilweise auch in unserer Freizeit weiter führten. Wir lernten verschiedene Dinge über die englische Kultur, Smalltalk, Rollenspiele und das Buchstabieren von Telefonnummern, sowie E-Mail Adressen. Auch berufsbezogene Übungen wie Marketinganalysen waren ein wichtiger Bestandteil der Stunden.

Neben dem Unterricht kam gerade in der ersten Woche die Freizeit, die wir natürlich direkt in London verbrachten, nicht zu kurz. Wir erkundeten zunächst die Stadt und besichtigten bekannte Sehenswürdigkeiten, wie das London Eye, den Big Ben, Houses of Parliament, den Piccadilly Circus, Chinatown und Notting Hill. Besonders überwältigt waren wir von den großen Menschenmengen und der riesigen Stadt, man wusste gar nicht wo man zuerst hin gehen bzw. sehen sollte. Viele nutzten die Zeit, um die ersten Shoppingtouren in der Oxfordstreet und im Primark zu erledigen, andere besuchten kostenlose Museen, wie zum Beispiel das Natural History Museum.

Mit großen Erwartungen starteten wir in der zweiten Woche unser Praktikum. Die erste Herausforderung war es, den Arbeitsweg durch das bunte Londoner Verkehrschaos alleine zu bewältigen. Wir arbeiteten in Betrieben verschiedenster Art. Unter den Betrieben befanden sich zum Beispiel ein „Children Center“, Reisebüros, Immobilienmakler, eine Bäckerei und einige Hilfsorganisationen. Vor allem im Büro machten wir zahlreiche interkulturelle Erfahrungen. Angefangen bei den sehr kleinen, oft chaotischen Büros, über den ausgesprochen höflichen Umgang mit Kollegen, bis hin zu der Tatsache, dass Engländer grundsätzlich jeden duzen. Auch Kunden werden mit dem Vornamen angesprochen. Mit der Pünktlichkeit sehen es die Engländer auch nicht so genau. Fest steht: Wenn einige Engländer zum Arbeiten nach Deutschland kommen würden, würden sie nicht lange bleiben.

Unser Arbeitstag begann zwischen 9 und 10 Uhr und endete meist zwischen 16 und 17 Uhr. Danach stand noch ein freiwilliges Treffen im ADC College auf dem Tagesplan, bei dem wir Organisatorisches klärten und die Möglichkeit hatten, die Tagesberichte zu schreiben. Die Wochenenden vergingen immer wie im Flug, da es an Freizeitaktivitäten natürlich nicht mangelte: Ein Musicalbesuch bei „Let it be“, ein Guided Walk durch London, Shopping am Camden Market (für alle Mädels: sehr empfehlenswert) und natürlich blieb es nicht nur bei einem Besuch von Primark. Am meisten waren wir aber von London bei Nacht mit seinen ganzen Lichtern begeistert. Herr Schmeiser, der ab der zweiten Woche als Lehrkraft begleitete, organisierte am letzten Wochenende ein Treffen zum „Cream Tea“ – die typisch englische Teestunde mit Tee und Scones - in einem schicken Restaurant, in dem wir einen waschechten Einblick in gehobenes Ambiente bekamen. Die schöne und erfahrungsreiche Zeit in London verging (leider) viel zu schnell.

An dieser Stelle wollen wir uns herzlich bei den Organisatoren und Sponsoren der London Fahrt bedanken. Es war eine tolle Erfahrung und wir werden diese Zeit nie vergessen!

Simone Müller, Vera Müllich und Pia Pohl

 

 

 

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