20.11.2019
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Fertigungsverfahren in der reinsten Form

Eintrag vom 07.04.2013


Fertigungsverfahren in der reinsten Form

Industriekaufleute besichtigen das BMW–Stammwerk in München

Das BMW-Stammwerk in München war im Februar das Ziel von 50 angehenden Industriekaufleuten der 10. und 12. Klasse unserer Schule. Mit einer Werksbesichtigung wollte man die zuvor wochenlang im Unterricht behandelten Fertigungsverfahren in der Praxis kennenlernen. Und man wurde nicht enttäuscht.

In zwei Gruppen aufgeteilt konnten die Schülerinnen und Schüler zunächst im Presswerk erleben, wie auf acht Pressenstraßen die Rohkarosserieteile für die BMW-Werke in Deutschland und dem Ausland gestanzt werden. Für die täglich ca. 130.000 Karosserieteile werden täglich 600 Tonnen Stahl verarbeitet, die auf Coils angeliefert werden. Es war ersichtlich, dass bei diesem Fertigungsschritt die Hauptleistung bei tonnenschweren Maschinen lag, die einen bemerkenswerten Lärmpegel erreichen.

Im Karosseriebau konnten die Auszubildenden dann die im Unterricht erarbeiteten Fertigungsverfahren in fast reiner Form erleben. Die Karosserie der 3er-BMW-Limousine und des BMW-tourings (Serienfertigung) wurde von vielen Industrierobotern vollautomatisch zusammengefügt bzw. geschweißt. Deutlich wurde auch wie in der Fließfertigung einzelne Karosserieteile angebracht wurden bis am Ende die Rohkarosserie fertig gestellt war.

Auch die Lackiererei war von einem hohen Technologiegrad geprägt. In Lackkabinen wurde die Karosserie von innen und außen lackiert, wobei in verschiedenen Stufen unterschiedliche Lackschichten aufgetragen wurden. Interessant war, wie man durch elektrostatische Aufladung der Lackpartikel eine Materialverschwendung vermied.

Im Motorenbau waren wesentlich mehr Mitarbeiter beschäftigt. Sie stellen auf drei Montagelinien Sechs-, Acht- und Zwölfzylinder-Motoren her. Der Werkführer stellte anschaulich dar, welche Qualitätssicherungsmaßnahmen (Kalttest, Überprüfen der Verschraubqualität) durchgeführt werden, ehe der Motor in die Karosserie eingebaut wird.

In einem kurzen Filmbeitrag wurde zum Schluss der Besichtigung noch die Montage der Innen- und Außenteile an die lackierte Karosserie gezeigt. Just-in-sequence beim Autositzeinbau und individualisierten Cockpiteinrichtungen waren danach nicht nur mehr Schlagworte, sondern konnten vor Ort nachvollzogen werden.

Abschließend verbrachten die Schülerinnen und Schüler noch eine Stunde in der angegliederten BMW-Welt. Hier stellte BMW das Best-of seiner aktuellen und vergangenen Produktpalette aus. Selbst zwei Gefährte der Rolls Royce-Gruppe, für die BMW Motoren herstellt, waren hautnah zu besichtigen. Gerne nahm manch Teilnehmer auch die Gelegenheit war, noch einen kurzen Moment neben einer attraktiven Hostess in einer 7er-Limousine Probe zu sitzen, ehe man am späten Nachmittag mit vielen Eindrücken die Heimreise antrat.

Martin Schilling                  Karin Braun 

WIN10a, WIN 10b, WIN 12

 

 

 

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